Für die Spitze reicht es (noch?) nicht - DSC Hanseat 1 unterliegt in Willinghusen mit 0:7

Nach zuletzt 3 Siegen in Folge wurden dem Aufsteiger DSC Hanseat 1 beim Auswärtsspiel in Willinghusen die Grenzen aufgezeigt, wie zuvor schon gegen den Tabellenführer Condor 3 und den Tabellen-Dritten Altengamme 4 gab es auch bei diesem Gastspiel für die Dulsberger nichts zu holen, mit einer 7:0-Packung wurde die Heimreise angetreten.

Zwar war der Erfolg der Gastgeber hochverdient, sie waren den Hanseaten in nahezu allen Belangen - läuferisch, spielerisch, im Zusammenspiel - deutlich überlegen. Dennoch hätte das Ergebnis gemessen am Spielverlauf nicht so hoch ausfallen dürfen: Ärgerlich eine Situation beim Stand von 0:2 kurz vor der Pause, als Özgür Demir bei einem gut ausgespielten Konter frei vor dem Torwart zurückgepfiffen wurde. Die Entscheidung, in dieser Situation einen Freistoss für Willinghusen zu geben, um einen heftigen internen Disput zwischen zwei DSC-Spielern zu ahnden, darf man sicher als äusserst unglücklich bezeichnen. Noch ärgerlicher, aber selbstverschuldet die Nachlässigkeit im Dulsberger Defensivverhalten in den letzten 15 Minuten, die aus einer deutlichen 0:4-Niederlage eine 0:7-Klatsche werden ließ.

Dabei waren vor allem in der ersten Hälfte die Fortschritte im Spiel der Dulsberger gegenüber den bisherigen Spielen gegen Spitzenteams deutlich zu erkennen: Statt des Abwehrbetons gegen Condor und dem völligen Verlust der Ordnung gegen Altengamme waren die Hanseaten zunächst in Willinghusen aus einer stabilen Defensivordnung durchaus in der Lage, dem feldüberlegenen Gastgeber Paroli zu bieten und auch immer wieder offensive Nadelstiche zu setzen. Auch die Gegentore in der 24. und 33. Minute brachten das Team nicht aus dem Konzept, und hätte es nicht die angesprochene unglückliche Schiedsrichterentscheidung gegeben, hätte man gut und gerne mit einem respektablen 2:1 in die Pause gehen können.

Mit zunehmender Spieldauer zeigte sich aber dann, woran das Spiel der Dulsberger vor allem gegen Spitzenteams noch krankt: Mit nachlassender Kraft kommt das DSC-Mittelfeld läuferisch unter Druck, verliert zunehmend Zweikämpfe, wird im Passpiel immer ungenauer. Dadurch wird das Team immer weiter zurück in die Defensive gedrängt, die Offensivspieler - nur maximal 2 im 3:2:3:1:1-System des DSC - sind immer mehr auf sich allein gestellt und hängen weitgehend in der Luft. Folgerichtig gelingt nur noch selten eine Entlastung, viele Bälle aus der Abwehr werden schon im Mittelfeld abgefangen, es gelingt immer weniger, zweite Bälle zu gewinnen.

Trotzdem konnten die Dulsberger über weite Strecken der 2. Halbzeit das Ergebnis in Grenzen halten (3:0 55.Minute, 4:0 64. Minute), wenn es auch kaum noch zu nennenswerten Offensivaktionen kam. Unerklärlich deshalb, weswegen es in der letzten Viertelstunde noch zu 3 weiteren Gegentoren kam, die bei etwas mehr Entschlossenheit im Zweikampf leicht hätten vermieden werden können. So steht am Ende eines über weite Strecken guten Auftritts gegen einen überlegenen Gegner eine ebenso unnötige wie deprimierende Klatsche.

Fazit: Nach 8 Spieltagen kann man sicherlich davon sprechen, dass der Aufsteiger in der höheren Spielklasse angekommen ist, bis zu weitergehenden Ambitionen ist aber noch ein gutes Stück Weg zurückzulegen.

Der DSC Hanseat spielte mit: Peemöller - Iskender, Mustapha (Rodrigues), Roufin - Gül, Cabral - Yakup Kurt, Armut (Hayvali), Zeyrek (Omerovic) - Zekeriya Kurt - Demir