Das DSC-Wochenende: Dramatik, Schützenfest und ein langersehnter Sieg

Erstmals nach dem feststehenden Baubeginn an der Vogesenstrasse musste der DSC Hanseat an diesem Wochenende auf dem Ausweichplatz Stephanstrasse antreten. Und der neue Platz schien die Super-Senioren, die gegen Farmsen den Auftakt machten zu beflügeln. Sie konnten das, was sich in den Leistungen der vergangenen Woche andeutete, bestätigen und landeten mit 3:1 gegen Farmsen ihren ersten Sieg nach einer Durststrecke von 2 Jahren.

Wesentlich dramatischer ging es am Sonntag beim Spiel DSC Hanseat 1 gegen SC Eilbek 3 zu. Wie schon mehrfach in dieser Saison startete das durch den Ausfall mehrerer Leistungsträger geschwächte Team relativ souverän und konnte den sehr defensiv eingestellten Gast in die Defensive zurückdrängen. Nach etwa 20 Minuten aber ließ die Konzentration - wie ebenfalls schon in einigen Spielen zuvor - nach, im Mittelfeld häuften sich dei Fehlpässe, ungut ergänzt durch Lücken in der Abwehr. Die Folge: 3 durch individuelle Fehler verursachte Gegentore in der 23., 27. und 36. Minute.

Aber diesmal fiel die Reaktion der Mannschaft anders aus, als in den angesprochenen Spielen zuvor. Zwar blieben die spielerischen Mängel, aber angeführt von Routinier Ghazi Mustapha stabilsierte sich die Abwehr, während die ohnehin nicht sattelfeste Eilbeker Defensive dem kämpferischen Druck der Hanseaten nicht standhalten konnte. In der 40. Minute konnte der von der rechten Aussenbahn ins zentrum gewechselte Yakup Kurt einen Flugball von der linken Seite gegen 2 Gegenspieler behaupten und auf 1:3 verkürzen.

Der Druck der Dulsberger ließ auch nach der Pause nicht nach, Alen Omerovic erzielte nach einem Durcheinander in der Gäste-Defensive mit einem schönen Schuß von der Strafraumgrenze das 2:3, und nach einem der bestausgespielten Angriffe setzte sich zunächst Yakup Kurt auf dem rechten Flügel durch, legte präzise zurück auf Mahmut Armut und der vollendete mit einem satten Schuß vom rechten Strafraumeck zum 3:3 in der 53. Minute.

Chancen, nicht nur 3 Tore zu machen, sondern auch 3 Punkte, waren für den DSC durchaus da, andererseits trafen die Eilbeker, die aus dem Spiel in der 2. Hälfte weitgehend chancenlos, mit 2 Distanz-Freistössen die Latte, was leicht das 4. Gegentor hätte bedeuten können, auch wenn DSC-Keeper Lars Peemöller in beiden Situationen wohl hätte abwehren können. So blieb es beim letztlich nicht ungerechten Unentschieden, das für das Team vom Dulsberg aufgrund der gezeigten Moral wie ein gefühlter Sieg war.

Unschöner Abschluß des Spiels war ein völlig überflüssiges, überhartes Foul des Eilbeker Kapitäns gegen den DSC-Keeper, der längere Zeit behandelt werden musste - wie schon in der 1. Halbzeit nach einer ähnlichen Aktion durch den gleichen Spieler. Man kann schon die Frage stellen, ob hier die Torhüter ausreichend geschützt werden.

Der DSC Hanseat spielte mit: Peemöller - Iskender, Roifin, Mustapha (Asikan) - Gül, Armut - Yakup Kurt, Omerovic, Uygar (Zeqiri) - Hayvali - Rodrigues

Den Schlußpunkt eines erfolgreichen Wochenendes für den DSC setzte dann die Zweite, die beim Gastspiel bei TuS Hamburg 2 ein 6:0-Schützenfest feiern konnte.